AUF DEN RICHTIGEN RHYTHMUS KOMMT ES AN …TEIL 2

 

Warum ist dies für unser Thema wichtig? Wenn wir zum Beispiel 3x am Tag essen, und  darauf achten dass wir auch richtig satt werden muss die Bauchspeicheldrüse natürlich auch Insulin ausschütten. Die Zusammensetzung der Mahlzeit beeinflusst natürlich die Menge der Insulinausschüttung, doch hierzu in einem extra Kapitel mehr.

 

Nun zu den praktischen Folgen:

zum einen ist die Fettverbrennung ein aktiver Prozess, der natürlich auch Energie verbraucht.

Hierzu kann man verschiedene Vergleiche heranziehen: bei alten Feuerzeugen brauchte man neben dem Gas auch den Feuerstein, der den Funken für die Zündung der Flamme nötig ist, oder im Ofen kann ohne Holz kein Feuer brennen. Wenn ich zum Beispiel nicht frühstücke, liefere ich dem Körper nicht die nötige Energie für die Grundversorgung mit Bau und Betriebsstoffen, aber eben auch nicht für die Fettverbrennung.

Abgesehen davon, dass es einem hierdurch nicht gut geht, wenn man unterzuckert in die Schule oder zur Arbeit geht, wird die Mangel Empfindung durch den Körper immer größer. Dies hat je nach Stoffwechsellage eine unterschiedliche Auswirkung:

 

Am häufigsten versucht man der Unterzuckerung durch einen kleinen Snack zu entgehen. Das kann eine Scheibe Brot, etwas Süßes oder ein Stück Obst sein. Hauptsache ich hab etwas gegessen und das Gewissen ist beruhigt. Nur kann dies wieder erneuten Hunger auslösen, weil der „Damm jetzt gebrochen ist“ oder eben bei manchen Personen die ausgelöste Insulinmenge weitere Unterzuckerung und damit Appetit erzeugt. Es dauert also nicht lange, und die nächste kleine Portion wird gegessen.

 

Nun könnte man glauben, dass dies ja nicht schlimm sein, weil ja die insgesamt zugeführte Kalorienmenge gering ist. Ich muss ja nur „ weniger zu mir nehmen als ich verbrauche“ wie es so häufig behauptet wird. Ganz so einfach ist es eben nicht.

 

Durch die häufigen kleinen Mahlzeiten habe ich eben auch häufige kleine Insulinausschüttungen. Der Insulinspiegel im Blut ist über einen längeren Zeitraum erhöht. Die Zeiträume mit geringem Insulinspiegel im Blut sind gering.

Hierin liegt das Problem: Insulin baut Fett auf und nicht ab!

Durch das ständige „snacken“ kann sich der Insulinspiegel nicht ausreichend absenken. Hierdurch kommen wir nie richtig in die Fettverbrennung, und nehmen , obwohl wir wenig Kalorien zu uns nehmen, eher zu als ab. Nun muss der Körper aber 70 Millionen Zellen in einer Sekunden bilden. Diese müssen aus irgendetwas hergestellt werden.

Die einzige Quelle ist eben die Nahrungszufuhr.

Aus diesem Grund „merkt“ sich der Körper den ständigen Mangel. Und wenn wir dann zur Ruhe kommen oder und durch ein Glas Wein entspannen, hat der Heißhunger seine Chance und wir nehmen auf einmal richtig viel Energie zu uns, um endlich dem Körper zu geben, was er braucht. Und zum Abschluß brauchen wir dann etwas Süßes!

 

Sehr häufig habe ich in der Praxis erlebt, dass das Auslassen von Mahlzeiten in der ersten Tageshäflte dann zu Heißhunger am Abend führt.

Dies ist noch ein gutes Zeichen, dass der Stoffwechsel noch nicht ganz auf „Notzeit“ eingestellt ist.  Ist der Stoffwechsel ersteinmal richtig verlangsamt, tritt trotz mangelnder Nahrungsaufnahme nicht einmal mehr der Heißhunger auf. Dann hilft es nur noch den Stoffwechsel anzukurbeln.

 

Esse ich aber 3x am Tag ,versorge ich den Körper mit allem was er benötigt an Bau und Betriebsstoffen und achte dabei natürlich auf eine ausgewogene Energiezufuhr, habe ich immer Pausen von 4-6 Stunden zwischen den Mahlzeiten in welcher sich der Insulinspiegel absenken kann, der Körper aber zuvor die nötigen Bau und Betriebsstoffe bekommen hat, klappt es mit der Fettverbrennung.

 

Häufig stellt sich die Frage welche Snacks denn mal erlaubt sind, wenn ich eben auch mal Hunger habe? Einfache Antwort: höchstens 1x zwischen den Mahlzeiten, aber mit einer geringen Insulin-Ausschüttung! Obst mit wenig Zucker, wie Beeren, zusammen mit Nüssen, besser Gemüse mit Quark oder eben auch Nüssen. Dies sind gute Snacks wenn es mal sein muss, weil es keinen Sinn macht zu hungern. Aber zunächst sollte man natürlich etwas trinken, viel Wasser oder grüner Tee, weil wir häufig Appetit mit Durst verwechseln. Insofern ist der Rhythmus beim Essen eben wirklich sehr wichtig , weil viele Leute keinen strukturierten Ablauf in den Ernährungsgewohnheiten haben.

 

 

 

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